WRINT: Politikunterricht – Was für Grundrechte haben wir?

Link zur Podcastfolge

Das Grundgesetz legt in den ersten 19 Artikeln die Grundrechte fest, die in Deutschland gelten. Diese Grundrechte sind hauptsächlich als Schutzrechte gegenüber dem Staat zu sehen und fundieren alle auf der Feststellung des Artikel 1, Satz 1 Grundgesetz:1

Die Würde des Menschen ist unantastbar. GG Art. 1,1

Der deutsche Staat hat die Würde aller Menschen zu schützen und es steht außerhalb jeglicher Debatte, ob diese Würde angerührt werden kann. Es ist gängige Rechtsauffassung, dass diese Würde durch die weiteren Grundrechte im Grundgesetz definiert wird. Liest man sich diese weiteren Grundrechte durch, stellt man fest, dass ein paar sich auf alle Menschen beziehen und damit Menschenrechte sind und ein paar sich nur auf Deutsche beziehen und damit nur Bürgerrechte sind.

by-nc-nd Bundeszentrale für politische Bildung

by-nc-nd Bundeszentrale für politische Bildung

Eine aktuelle Version des Grundgesetzes findet sich immer bei de jure.

  1. Alle zusammen bitte! []

WRINT: Politikunterricht – Wie schaut die deutsche Verfassungsgeschichte aus?

Link zur Podcastfolge

Wie immer am Anfang der Link zum Arbeitsblatt aus der Folge: Das Grundgesetz für Einsteiger und Fortgeschrittene, wir bearbeiteten Blatt 20.

Hoffentlich jeder Deutsche kennt seine aktuelle Verfassung, das Grundgesetz. Doch Deutschland besaß vor dem Grundgesetz schon mehrere Verfassungen und jede dieser Verfassungen spiegelt nicht nur deutsche Geschichte sondern auch ein Denken über Politik wider. Die deutsche Verfassungsgeschichte zeigt auch einen politischen Wandel an dessen Ende das Grundgesetz steht.

Paulskirchenverfassung

Die erste Verfassung, die in Deutschland geschrieben wurde, war die Paulskirchenverfassung von 1848. Nach der Märzrevolution fand sich in der Paulskirche in Frankfurt am Main zum ersten Mal eine verfassungsgebende Nationalversammlung zusammen. Die Verfassung erhielt einen Grundrechtekatalog und zielte auf Demokratisierung und Nivellierung von Ständeunterschieden. Sie scheiterte an einer wiedererstarkten Monarchie, die sie schlicht ignorierte und die alte Ordnung durch militärischen Druck aufrecht erhielt.

Bismarcksche Reichsverfassung von 1871

Nach der Vereinigung des deutschen Reiches im Jahre 1871 schrieb Otto von Bismarck die Verfassung des deutschen Reiches. Im Gegensatz zur Paulskirchenverfassung ist die Basis dieser Verfassung nicht in bürgerlichen Revolutionen zu suchen, sondern in der Wiedervereinigung des deutschen Kaiserreiches. Damit steht hier keine demokratische Volksermächtigung sondern die Legitimation der herrschenden Verhältnisse im Vordergrund. Die Verfassung regelt primär die Verwaltung des Reiches als Bundesstaat und zeigt damit auf die Tradition Deutschlands als solcher. Die Bundesstaaten waren immer noch eigenständige Verwaltungseinheiten und so regelte die Verfassung zum Beispiel keine Grundrechte, weil diese auf Länderebene besser zu verhandeln waren. Es gab demokratische Elemente und ein allgemeines Wahlrecht für Männer über 25 Jahre, allerdings war der demokratisch gewählte Reichstag eher zahnlos, da er vom Kaiser jederzeit aufgelöst werden konnte und dies der Kaiser auf Raten seines Reichskanzlers auch tat. Die Verfassung von 1871 verankert das föderative Element, das Deutschland bis heute hat.

Weimarer Reichsverfassung

Das deutsche Reich stürzt 1914 in den ersten Weltkrieg und fällt 1918 in sich zusammen. Im Juli 1919 gibt sich die sogenannte Weimarer Republik eine neue Verfassung. Diese Verfassung des deutschen Reiches ist erstaunlich modern und bildete in vielen Hinsichten ein Vorbild für das Grundgesetz. Es gab hier schon ein allgemeines Wahlrecht, das Frauen einschloss, und einen langen Grundrechtekatalog. Die Probleme, die die Weimarer Verfassung am Ende durch die Nationalsozialisten entkernen ließen, waren struktureller Natur.

Ermächtigungsgesetze

Die Ermächtigungsgesetze der Nationalsozialisten, darunter das wohl bekannteste Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich sind eigentlich keine Verfassung sondern stellen die Entmächtigung und Entkernung einer Verfassung dar. Die Gesetze waren zwar politische Praxis, aber eigentlich nicht in der Weimarer Reichsverfassung vorgesehen. Sie wurden am Ende auch benutzt um die Weimarer Reichsverfassung auszuhebeln und eine Diktatur in Deutschland zu installieren. Im Endeffekt wurde unter dem Vorwand des Notstandes einmal die Demokratie und die Grundrechte ausgehebelt.

Das Grundgesetz

Nach dem Europa unter deutscher Anleitung das zweite Mal in Scherben lag, gab sich 1949 die Bundesrepublik Deutschland1 ein Grundgesetz. Grundgesetz deswegen, weil man sich keine Verfassung geben wollte, solange Deutschland nicht wieder vereinigt ist. Wir haben immer noch ein Grundgesetz, weil die Wiedervereinigung keine neue Verfassungsgebung ausgelöst hat. Das Grundgesetz ist die aktuelle Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und Ergebnis der dieser Verfassungsgeschichte, vor allem der Schwächen der Weimarer Verfassung. Es besitzt die föderative, demokratische und Sicherungselemente gegenüber verfassungsfeindlichen Bestrebungen und stellt damit das Ende der dargestellten geschichtlichen Entwicklung dar.

  1. Die Verfassung der DDR ist ein Extrathema. Ich verlinke hier den Wikipediaartikel zur Vollständigkeit. []

WRINT: Politikunterricht – Exkurs: Wie sieht die deutsche Altersstruktur aus?

Link zur Podcastfolge

Ein Begriff, der in den letzten Jahren in den allgemeinen Sprachgebrauch gewandert ist, ist der des demographischen Wandels. Dieser bezeichnet einen Prozess, der sich in der Entwicklung der Altersstruktur Deutschlands und vieler anderer moderner Industriestaaten abspielt.

Die Entwicklung lässt sich am besten an den demographischen Daten des statistischen Bundesamts erkennen.

Spult man zu den Daten von 1950 zurück, kann man noch erkennen, dass sich die Bevölkerung tatsächlich pyramidenförmig verteilt. Es gibt klare Einschnitte für den 1. und 2. Weltkrieg, besonders bei den Männern und natürlich ist die angenommene Pyramidenform, die man gerne mal für das Jahr 1910 zu sehen bekommt idealisiert.

In den Daten von 1980 kann man dann einen eindeutigen Geburtenrückgang erkennen, der auf die Einführung von Verhütungsmitteln zurückzuführen ist. Dieses Phänomen kennt man auch als den Pillenknick.

Im weiteren Verlauf der Daten kann man nun die Charakteristiken des demographischen Wandels erkennen: einen Rückgang der Geburtenraten und eine Überalterung der Gesellschaft. Dieses Phänomen führt dazu, dass sich die „Pyramide“ langsam in einen Pilz verwandelt in dem der jüngere Teil der Bevölkerung im Vergleich zu älteren immer kleiner wird. Dies stellt unsere Gesellschaft langfristig vor neue politische, aber auch soziale Probleme, da immer mehr ältere Menschen gepflegt und betreut werden müssen und umlagefinanzierte soziale Sicherungssysteme nicht mehr finanziert werden können.

WRINT: Politikunterricht – Exkurs: Wie kann man sozialen Status analysieren?

Link zur Podcastfolge

Bevor es losgeht: Die Arbeitsblättersammlung, die wir benutzen findet man bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Da die Illustrationen dort genehmigt sind und das Herunterladen nichts kostet, stelle ich sie hier nicht noch einmal rein.

Mit jeder Zunahme der vertikalen sozialen Mobilität, haben sich neue Begriffe und Strukturerklärungen für die einzelnen sozialen Statusgruppen ergeben. Die moderne Analyse sozialer Mobilität fängt eigentlich erst mit Karl Marx und seinem Klassensystem an. Allerdings ist das auch etwas veraltet.

Soziale Schichten

In den modernen Gesellschaften sind die vorherrschenden Theorien über die soziale Struktur an das Einkommen und Vermögen gebunden. Die bekannteste Art über soziale Unterschiede zu denken sind die sozialen Schichten. Das Schichtenmodell geht auf Ralf Dahrendorf zurück und wurde noch einmal von Rainer Geißler verfeinert. Es wird klassisch als ein Haus dargestellt, dass zeigt, dass die unteren Schichten breiter in der Gesellschaft vertreten sind als die Eliten. Dazu werden die einzelnen Schichten nach den Aufgaben in der Gesellschaft differenziert. Geißler hat einen kompletten Anbau für ausländische Mitglieder der Gesellschaft an das Haus angefügt, um es für die Moderne anzupassen. Das Haus besitzt übrigens auch einen Keller für diejenigen Teile der Bevölkerung, die unterhalb der Armutsgrenze leben.

soziale Milieus

Während das Schichtenmodell primär nach Einkommen und Art des Broterwerbs unterscheidet, richten sich die Sinus Milieus nach dem Einkommen und der Einstellung der verschiedenen sozialen Gruppen zur Gesellschaft. Da sich diese Einstellungen regelmäßig ändern hat das Sinus Institut, das diese Milieus entwickelt hat und analysiert, ein gutes Geschäftsmodell aufbauen können. Es gibt also eher konservativ-traditionalistische Milieus, eher Milieus des Mainstreams und auch progressive Milieus, die dem Mainstream gesellschaftlich voraus zu sein und die Entwicklung der Gesellschaft voranzutreiben scheinen. Gerade die Werbewirtschaft und die Marktforschung findet diese Analysen nützlich. Sie zeigt aber auch, welche gesellschaftlichen Strömungen sich in der Gesellschaft befinden.

Sozialer Status nach Pierre Bourdieu

Pierre Bourdieu erstellte, basierend auf der Kapitalidee von Karl Marx, eine Sozialstatusanalyse, die neben dem Vermögen, auch noch das sogenannte kulturelle und soziale Kapital benutzt um eine Person einen sozialen Status zuzuordnen.

Bourdieu Kapital

Die verschiedenen Kapitalsorten lassen sich unter Verlusten ineinander umtauschen. Das bedeutet, dass Bildung und soziales Netz in Vermögen umgetauscht werden können, aber auch in jeder anderen Kombination.

Die feinen Unterschiede

Bourdieu geht allerdings sogar noch weiter. Er entwickelt das Konzept des sozialen Habitus den jeder Mensch sich aneignet und der dann einen weiteren Wechsel sozialer Statusgruppen verhindern kann. Es geht dabei um die Idee, dass jeder Mensch bestimmt Werte und Ansichten erwirbt, die ihn dann von Menschen aus anderen Statusgruppen unterscheiden. Ein Aufstieg in andere soziale Gruppen ist also gar nicht so einfach und unproblematisch möglich, wie es erscheint. Es gibt hier auch noch den Habitus als heimlichen sozialen Code, den man auch erlernen muss. In ihrem Podcast In trockenen Büchern erklärt Alexandra Tobor dies noch genauer.

Statusinkonsistenz

In der modernen Gesellschaft kann es immer wieder vorkommen, dass Menschen einen sozialen Status besitzen, der von den Kriterien, die sie aufweisen nicht erwartbar ist. Dies wird als Statusinkonsistenz bezeichnet. Meist handelt es sich um eine Diskrepanz zwischen Bildungsniveau und Einkommen der Personen.

Zusammenfassung

Man kann den sozialen Status von Menschen auf verschiedene Arten analysieren. Das Schichtenmodell orientiert sich am Einkommen und der Art des Berufes, sowie der Herkunft der Person. Die Sinus-Milieus kombinieren Einkommen und Einstellung zur Gesellschaft miteinander. Die Statusanalyse von Bourdieu benutzt Bildung, Einkommen und soziales Netzwerk als Kategorien um Menschen einen sozialen Status zuzuweisen. Sozialer Status prägt zudem den Habitus eines Menschen, der daher auch die soziale Mobilität der Person einschränken kann.

WRINT: Politikunterricht – Exkurs: Was ist Soziologie?

Link zur Podcastfolge

Die Soziologie ist die Wissenschaft vom sozialen Verhalten menschlicher Gruppen. Sie beschäftigt sich hierbei mit Gruppen und nicht wie die Psychologie mit dem Verhalten einzelner. Die Soziologie ist dabei theoriebildend und empirisch. Das bedeutet, dass nicht nur soziologische Theorien entwickelt werden, sondern dass diese Theorien auch an erhobenen Daten überprüft werden. Um Daten zu erheben, benutzt die Soziologie Experimente, Umfragen und Beobachtung. Die Umfrage mit statistischer Auswertung ist dabei das meistbenutzte Mittel um soziologische Theorien zu bilden und zu überprüfen.

Der Blickwinkel der Soziologie kann in eine makro- und eine mikrosoziologische Betrachtungsweise unterteilt werden. Die Makrosoziologie beschäftigt sich mit sozialem Verhalten von großen Menschenmengen und den Dynamiken, die zwischen diesen Gruppen entstehen. Die Mikrosoziologie beschäftigt sich mit den sozialen Abläufen in Kleingruppen. Dabei sind die Übergänge teilweise fließend.

Wichtige Gebiete der Soziologie sind:

  • Sozialstrukturanalyse
  • Soziologie der Kleingruppen (z.B. Familiensoziologie)
  • Strukturanalyse von sozialen Räumen (z.B. Stadtsoziologie)
  • soziologische Theorie
  • Sozialisation (z.B. Jugendkulturphänomene)
  • Devianz (kriminelles Verhalten, gesellschaftliche Normen)

Zusammenfassung

Soziologie ist eine empirische und theoriebildende Wissenschaft, die sich mit dem sozialen Verhalten von menschlichen Gruppen beschäftigt. Sie benutzt dazu Umfragen, Experimente und Beobachtungen. Die Soziologie kann entweder einen breiten (Makrosoziologie) oder einen engen Fokus (Mikrosoziologie) haben.

WRINT: Politikunterricht – Exkurs: Was ist soziale Mobilität?

Link zur Podcastfolge

Soziale Mobilität bedeutet, dass sich Gruppen von Menschen bewegen. Dies können sie auf verschiedene Arten tun.

Deswegen kann die soziale Mobilität in zwei Arten aufgespaltet werden: die horizontale und die vertikale soziale Mobilität. Die horizontale Variante beschäftigt sich mit räumlichen Wanderungsbewegungen in einer Gesellschaft.

Während horizontale soziale Mobilität an sich auch spannend ist, liegt der politische Fokus meist auf der vertikalen sozialen Mobilität, also auf Wanderungsbewegungen zwischen verschiedenen sozialen Statusgruppen. Deren Aufbau hat sich im Laufe der europäischen Geschichte von einer sehr starren Struktur, die wenig Mobilität ermöglicht, in immer flexiblere Strukturen gewandelt. Hier kann man das einmal sehen:

cc-by Thomas Brandt

cc-by Thomas Brandt

WRINT: Politikunterricht – Exkurs: Über Politik diskutieren

Link zur Podcastfolge

Politik betrifft jeden und so ist es kein Wunder, dass über nicht mehr diskutiert wird als Politik. Dabei werden zumeist die einzelnen Ebenen der Politik gut durcheinandergewürfelt und Ideologien und Diskussionstricks geben sich die Klinke in die Hand. Trotzdem kann man relativ oft ein fruchtbare Diskussion führen, wenn man sich gegen die entsprechenden Diskussionstricks wehren kann und trotzdem die Person gegenüber respektvoll behandelt.

Diskussionstricks

Es ist ein klassisches soziales Konstrukt in unserer Welt, dass man Diskussionen „gewinnen“ kann. Generell wird dabei davon ausgegangen, dass man „gewonnen“ hat, wenn der andere schweigt. Das ist leider eine komplette Fehlannahme, denn Schweigen ist Aufgeben, aber nicht Zustimmung. Trotzdem gibt es in unserer Welt unendlich viele Tricks wie genau dieses Schweigen in der Diskussion bewerkstelligt werden kann und man sich damit als „Gewinner“ darstellen kann. Die wichtigsten dieser Tricks laufen über Ablenkung oder aber Falschdarstellung der Aussagen des Gegenübers. Da der Fundus hier relativ groß ist, seien weiterführend empfohlen:

Die Person gegenüber ernst nehmen

Obwohl man sich gegen Diskussionstricks wirklich wehren sollte, bedeutet das nicht, dass man sofort das Gespräch abbrechen sollte. Obwohl das aus Selbstschutz und Zeitersparnis ab einem bestimmten Punkt der Frustration definitiv legitim und auch angeraten ist, sollte man erst einmal probieren die andere Person irgendwie an den eigenen Standpunkt heranzuführen. Gerade in politischen Diskussionen sagen viele Menschen gerne Allgemeinplätze auf, die sie aus den Medien oder ihrer Umwelt aufgenommen haben und die normalerweise mangelndes Durchdenken der Sachverhalte zeigen. Es wurde hier eben kein fundiertes Urteil gesprochen, sondern einfach nur dahergeschwafelt ohne die Relevanz für sich zu erkennen. Politik ist aber eben relevant für den Einzelnen. Das trifft besonders auf große gesellschaftliche Diskurse wie Überwachung oder sexuelle Gleichbehandlung zu. Diese Relevanz muss man erst einmal herstellen, damit der andere das Thema ausreichend würdigt und es ist meine Erfahrung, dass hier auch schon meist das Problem ist. Stellt man dann Relevanz her, werden animierte, streitbare und laute Schüler gerne still und nachdenklich. Es geht auf einmal um sie und nicht irgendjemanden und schon werden Perspektiven mehr überdacht.

Die Basis hierfür ist allerdings eine Diskussionseinstellung, die manchmal schwer zu behalten ist: man muss die Person gegenüber grundlegend in ihren Aussagen ernst nehmen. Wenn die Person dafür Gründe hat, dann auch diese und wenn nicht, dann kann man dort ansetzen. Man sollte viele forschende Fragen stellen um Informationen über die Einstellung und Beweggründe der Person zu bekommen und möglichst wenig eigenständige Annahmen treffen, wenn man nahezu keine Daten hat. Das führt zum einen dazu, dass man besser Relevanz herstellen kann, und zum anderen dazu, dass sich die Person ernst genommen fühlt. Erst dann kann man mit ihr interagieren. Oder sich auch entscheiden, dass es keinen Sinn mehr hat, mit ihr zu interagieren, weil sie den gemeinsamen Boden der Realität verlassen hat.

Hat die Person mit der man diskutiert das augenscheinlich und für den eigenen Idealismus ausreichend getan, dann sollte man die Diskussion verlassen und gehen. Das sieht diese Person zwar meist als Sieg, der sie in ihrer Weltsicht bestärkt, aber man kann das eigentlich nicht verhindern. Die Welt ist multivariat und man selbst weiß ja auch nicht alles. Man sollte nur Abstand halten, wenn einem selbst diese Interaktion nichts bringt.

Hierzu kann man noch zum Lesen empfehlen:

Hubert Schleichert, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert ohne den Verstand zu verlieren (relativ polemisch und etwas fies)